Pandemisches Übungsprogramm

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Anfang Juni durften erstmals nach der Freigabe durch das Landesfeuerwehrkommando wieder Übungen in Gruppenstärke abgehalten werden. Nachdem die Pandemie unseren ursprünglichen Übungsplan über den Haufen geworfen hatte, wurde das Programm komplett auf neue Beine gestellt.

Unsere Gruppenkommandanten tragen bei der Ausarbeitung und Abhaltung der Übungen einen großen Anteil. Die Übungen bzw. Schulungen wurden unter Rücksichtnahme auf Sicherheitsmaßnahmen (Abstände, Tragen von Mund/Nasenschutz bzw. heruntergeklapptes Visier sowie maximale Teilnehmerzahl) ausgearbeitet und organisiert. Die Mitglieder mussten sich im Vorfeld zu den Übungen anmelden, wobei jeweils zwei Termine zu den Themen angeboten wurden.

Thema 1 - Atemschutz - Schulung der Basics und Airbox der TMB
Auch wenn wir heuer bereits überdurchschnittlich oft zu Bränden alarmiert wurden - ein Atemschutzeinsatz ist immer etwas besonderes, mit viel Stress und hoher körperlicher Anstrengung verbunden. Je besser die notwendigen Griffe sitzen, desto schneller und vor allem sicherer ist man dann im eigentlichen Einsatz unterwegs. Bei dieser Schulung wurden zuerst die Grundlagen wiederholt und die Geräte zur Gewöhnung wieder angelegt. Danach wurde es rasanter - in einer simulierten Einsatzfahrt legten die Feuerwehrmitglieder ihre Atemschutzgeräte während der Fahrt an. Das hört sich leicht an, aber die Geräteträger sitzen gegen die Fahrtrichtung und müssen jede Kurvenfahrt, Brems- und Beschleunigungsmanöver während des Anlegens des Geräts ausgleichen.


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Zum Abschluß wurde der Einsatz der Airbox - unseres "stationären Atemschutzgeräts" auf der Teleskopmastbühne durchgegangen.

Thema 2 - Sichern im Einsatz
Bei dieser Schulung waren die verschiedenen Sicherungsmittel Thema. Feuerwehrgurt, Fünfpunkt-Rettungsgeschirr, Rettungsleine und Rettungstuch müssen richtig angelegt und verwendet werden, damit sie ihre volle Schutzwirkung entfalten können. Mit dabei standen auch ein paar Knoten am Programm, die man zur Sicherung sowie zur Selbstrettung verwenden kann. Den Höhepunkt bildete die angenommene Rettung einer Person aus unwegsamen Gelände. Hier mussten die Feuerwehrmitglieder zuerst gesichert zu einer verunglückten, nicht mehr gehfähigen Person eine steile Böschung absteigen. Dann wurde der "Verletzte" über die Korbschleiftrage nach oben gebracht - selbstverständlich auch gesichert.


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Thema 3 - Arbeiten mit Leitern
Auch wenn es einfach klingt, aber eine Feuerwehrleiter aufzustellen bedarf einiger Übung. Nicht immer hat man genug Platz dort wo man die Leiter braucht. Die Leiterteile sind schwer, Untergrund und Position müssen stimmen, um sicher in den Einsatz gehen zu können. Bei dieser Übung wurden verschiedene Varianten angewandt, wie eine Leiter bei beengten Verhältnissen aufgestellt werden kann - zum Beispiel in einer engen Gasse, wo man zuerst parallel zum Gebäude die Leiter aufstellen und dann drehen muss. Dabei darf sie natürlich keinesfalls umfallen! Abgeschlossen wurde die Unterrichtseinheit durch das Thema Schlauchmanagement - gerade bei Bränden in Wohnungen sehr wichtig. 


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