Nachlese: Unwetter, LKW-Unfall

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Nach insgesamt 12 Einsätzen möchten wir ein kurzes Resümee über eine kurze, ereignisreiche Nacht und einen intensiven Feuerwehr-Tag ziehen. 

Es begann um 01:45 Uhr mit der Alarmierung zu Auspumparbeiten in die Wienerstraße - dort war ein Lichtschacht vollgelaufen, auch der Technikraum ist betroffen.



Aufgrund der abenteuerlichen Anfahrt zum Feuerwehrhaus durch überflutete Straßen gingen wir vom schlimmsten aus, Das Feuerwehrhaus wurde vorsorglich zur Einsatzleitstelle umfunktioniert, um weitere Einsätze koordinieren zu können. Eine Einsatzreserve wurde gebildet, die auch bald gebraucht wurde - so zum Beispiel im Alten Markt. Dort war ein Keller unter Wasser.

Parallel wurden Kontrollfahren im Ortsgebiet durchgeführt. Auch die Retentionsbecken wurden kontrolliert - unter anderem der Hochwasserschutz in der Alleegasse. Dieser funktionierte wie vorgesehen, das Retentionsbecken war gefüllt, das Wasser floß über den Münichsthaler Bach kontrolliert ab. Leider kann auch der beste Hochwasserschutz es nicht verhindern, dass Wasser in niedrigere Gebäudeteile dringt, weil die schiere Menge in kurzer Zeit den Kanal überfordert.

Bei den Kontrollfahrten wurden mehrere Straßenteile im Ortsgebiet entdeckt, die durch Schlamm extrem verunreinigt waren. In Absprache mit dem Bereitschaftsdienst der Stadtgemeinde wurden wir auch dort tätig. Teile der Johann-Degen-Gasse sowie der gesamte Kirchenplatz wurde vom Schlamm gereinigt - teils unter Einsatz der Straßenwaschanlage. So konnte die Verkehrssicherheit wieder hergestellt werden.

Parallel wurde unser Teleskoplader umgerüstet und mit Schaufel ausgestattet nach Riedenthal entsandt, um die FF Riedenthal bei Aufräumarbeiten zu unterstützen.

Nach dem ersten Schub kehrt kurz Ruhe ein, wo wir unsere Gerätschaften versorgen und reinigen konnten. Schon um 07:30 Uhr sollte es weitergehen - auf diversen Adressen im Ortsgebiet sind Keller, Tiefgaragen und Aufzugschächte vollgelaufen.

Die Kameraden der FF Wolkersdorf sind nun nicht mehr nur im Ortsgebiet unterwegs, um diverse Unwettereinsätze abzuarbeiten. Zu allem Unglück ist auch noch ein LKW-Unfall auf der A5 passiert.

Bei Gaweinstal-Nord sind wir gemeinsam mit der FF Hochleithen im Einsatz. Dort ist - vermutlich aufgrund eines medizinischen Zwischenfalls - ein LKW über eine Länge von 500 Metern die Betonleitwand entlang geschrammt. Betonbrocken wurden auf die gegenüberliegende Fahrbahn geworfen. Der LKW hat Flüssig-Bitumen geladen. Die Bergung wurde von einem Abschleppunternehmen durchgeführt. Seit 12:50 Uhr ist die Autobahn wieder frei.

Parallel pumpen wir weiter aus...


Ein intensives Stück Arbeit stand uns noch bevor - all unser eingesetztes Gerät, jede Menge Schläuche mussten gereinigt werden. Auch an Fahrzeugen und Uniformen mussten die "Kampfspuren" beseitigt werden. Mittlerweile ist Ruhe eingekehrt, und wir hoffen auf eine Mütze Schlaf nach einer kurzen Nacht!

Eingesetzte Kräfte:
RLF, TLF, Last, Last 2, Telelader

17 Mitglieder
3 Einsatzleitstelle FF-Haus




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