Auftragsvergabe für das neue RLF

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Am 1. März 2011 konnte die Feuerwehr Wolkersdorf im EU-weiten Ausschreibungsverfahren den Zuschlag für den Lieferauftrag zum Bau des neuen Rüstlöschfahrzeugs erteilen.

Ein Rückblick am Anfang: 2008 mussten wir unser Tanklöschfahrzeug 2000 nach 35 Dienstjahren ausscheiden. Vorher bereits begann unser Rüstfahrzeug, mit Baujahr 1984 ein alter Haudegen, zu "kränkeln" - immer mehr musste investiert und repariert werden, um die jährlichen Überprüfungen zu bestehen. Beide Fahrzeuge waren zu diesem Zeitpunkt schon viele Jahre über die vorgesehene Dauer genutzt worden. Über 20 Jahre harter Feuerwehrdienst gingen an der Ausrüstung nicht spurlos vorüber, auch an den Aufbauten nagte (und nagt noch) der Zahn der Zeit.

Bereits damals begannen Gespräche mit der Stadtgemeinde und im Unterabschnitt. Schließlich wurde am 7. Jänner 2009 vom Gemeinderat ein Grundsatzbeschluß gefasst, der einen Ankauf eines Rüstlöschfahrzeugs im Jahr 2011 für die Feuerwehr Wolkersdorf vorsah.

Schließlich wurde vom Kommandanten im Jahr 2010 ein Ausschuß, bestehend aus 6 Feuerwehrmitgliedern, eingesetzt, der die Konzeptionierung des neuen Fahrzeugs übernehmen sollte. Der RLF-Ausschuß legte seiner Arbeit einige Grundprinzipien zu Grunde: Das neue Fahrzeug muss funktional und effizient einsetzbar sein, und den bestehenden Fuhrpark optimal ergänzen und die Einsatztaktik der FF Wolkersdorf unterstützen. Das RLF soll ein Erstangreifer sein, mit dem man einen Großteil der Einsätze abwickeln kann - mit Fokus auf den örtlichen Schutz. Durch die "Zusammenlegung" von zwei Funktionen auf ein Fahrgestell (Rüstfahrzeug und Tanklöschfahrzeug) sollen dazu noch Kosten eingespart werden. Die geplante Nutzungsdauer beträgt mindestens 20 Jahre.

Der Gemeinderat beschloß im Oktober 2010 den Ankauf eines Rüstlöschfahrzeugs für die Feuerwehr Wolkersdorf. Anfang Dezember erhielten wir die Förderungszusage des Landes Niederösterreich.

Das vom RLF-Ausschuß in vielen Arbeitsstunden erarbeitete 103-seitige Pflichtenheft wurde die Basis für die europaweite Ausschreibung des Fahrzeugs nach dem Bundesvergabegesetz, die am 10. Dezember 2010 startete. Jedes Feuerwehrfahrzeug ist mehr oder weniger eine Einzelanfertigung. In vielen Arbeitsstunden wird die komplexe Technik zusammengebaut. Allein die Verkabelung und elektronische Schaltung moderner Feuerwehrfahrzeuge ist eine Wissenschaft für sich. Außerdem müssen noch die diversen Einbau-/Dreh-/Ausschubfächer angepaßt und eingebaut werden. Die Anforderungen sich hoch - es muss auf höchste Qualität der Verarbeitung und Ausführung der Arbeiten geachtet werden - schließlich muss das Fahrzeug im Einsatz perfekt funktionieren. Und lange halten muss es auch noch.

Drei Hersteller boten an, das RLF Wolkersdorf zu bauen. Anfang März 2011 stand es dann fest: das Angebot der Firma Rosenbauer aus Leonding bei Linz ging aus der Bewertung als Bestbieter hervor.


Symbolbild
unser Fahrzeug wird zwar anders aussehen, aber ähnlich!

Bis das neue Rüstlöschfahrzeug in den Dienst der Bevölkerung gestellt werden kann, wird allerdings noch ein Jahr vergehen. In diesem Jahr gilt es noch umfangreiche Detailplanungen mit dem Hersteller zu machen, eventuelle Änderungen zu koordinieren und die Baufortschritte zu begutachten. Es liegt also noch jede Menge Arbeit vor uns.

Einige Eckdaten zum neuen Fahrzeug:
Mercedes Benz Axor 1833 AK
permanenter Allradantrieb
326 PS, manuelles Schaltgetriebe

Feuerwehrausstattung:

  • Löschwassertank 2000 Liter
  • kombinierte Hoch/Niederdruckpumpe mit bis zu 3.500 Liter Fördermenge/min
  • Schnellangriffs-Einrichtung mit 60 Meter Hochdruck-Schlauch
  • Hydraulische Seilwinde mit 50 kN (ca. 5 Tonnen) Zugkraft
  • Einbau-Stromerzeuger mit 20 KVA Leistung, vom Fahrzeugmotor angetrieben
  • Hydraulischer Rettungssatz
  • zusätzlicher Rettungszylinder und kompaktes Schneidgerät
  • Straßenwaschanlage
  • Rettungssäge
  • diverse Ausrüstung laut Baurichtlinie (Schlauchmaterial, Werkzeug usw.)

Insgesamt werden über 300 Ausrüstungsgegenstände in dem Fahrzeug untergebracht.

 





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